Dienstag, 21. Juni 2011

III.1 Erste Erfahrungen als Publisher

Seid gestern bin ich ein Eigenverlag. Man muss nur wollen! Scherz beiseite - hier sind meine ersten Erfahrungen:

Amazon macht einen guten Eindruck. Alles ist erklärt. Ihr meldet euch mit eurem Amazon-Account an und könnt später ein Pseudonym eintragen. Grundlage bei Amazon sollte ein sparsam formatierter Doc-File sein. Vergesst nicht nach jedem Kapitel den Seitenumbruch. Es erscheint beim Hochladen eine Buchvorschau, in der euer Buch schrecklich (fett/unfett), aber lesbar aussieht. Ich hoffe, dass das Endresultat besser ist. Ansonsten ist es so einfach wie Einkaufen. Nur das ihr jetzt auf der Seite der Verkäufer seid. Es gibt keinen Preis unter $ 0,99. Was ich eigentlich schade finde. Ihr müsst 2 Tage auf den Release warten. Kein Problem eigentlich. Eine ASIN-Nummer wird euch automatisch zugewiesen. 

Den besten Eindruck hat Smashwords.com hinterlassen. Euer Doc-File (auch hier Grundlage für die Weiterformatierung) wird automatisch in alle möglichen Formaten hochgeladen. Euer Buch wird von Smashwods in den großen Bookstores angeboten. Deaktiviert also Amazon, damit ihr da nicht zweimal seid. Es gibt einen Preis von € 0,00, die ‚free ebooks’. Der Herausgeber von Smashwords.com weist darauf hin, dass eh alles umsonst ist im Netz (in andereren Worten natürlich). Na bitte, wer sagst denn! 

Außerdem bekommt ihr eine ISDN-Nummer für euer Buch. Die Webseite nervt ein bisschen, bis ihr alles erledigt habt. Ansonsten ist das echt Klasse. Mein Eindruck: Smahswords sieht sich als Distributor. Deren Konzept ist wirklich stimmig. Einziger (aber großer) Wehmutstropfen: Die ganze Seite ist auf Englisch. Hab die schon angeschrieben, aber keine Antwort bekommen. 

Am einfachsten geht es bei Xinxii.com. Ihr ladet euer mit Calibre erstelltes Epub hoch. Ende. Das war’s. Das Buch wird aber nur über Xinxxi.xom angeboten. Mindestpreis ist € 0,99. Die Hoffnung stirbt als letztes, wie der tote Dichter sagt. 

Neobooks.com könnt ihr vergessen. Sieht nett aus. Das Forum ist wohl auch rege. Aber ihr sollt euer Buch in deren Texteditor eingeben, wobei alle Formatierungen überschrieben werden. Ihr könnt also noch mal neu anfangen zu formatieren. Welcher Praktikant hat sich so etwas ausgedacht? 

Nach meinen ersten Erfahrungen stellt sich für mich eine Frage: Warum benutzt dort niemand das freie Calibre für die Formatierung und einen Ebookviewer zur Ergebniskontrolle? In den Boards - habe ich mir sagen lassen - ist das seid Jahren Standard. Überhaupt ist mein Eindruck, dass die als Hobby betriebene Ebook-Szene den neuen Plattformen Längen voraus ist. Smashwords.com ist eine Ausnahme - die liegen mit der Szene gleichauf.

3 Kommentare:

Michael Johansen hat gesagt…

Hallo Peter, was du da schreibst, finde ich sehr gut und vor allem durchaus realistisch. Habe vor einigen Tagen auch mein erstes E-Book bei Amamzon veröffentlicht (RAUS von Michael Johansen). Ist ein ziemlichn ernstes Thema. Aber auch an solche Themen sollten wir uns trauen. Weiter so!
Liebe Grüße
Michael

Carol Grayson hat gesagt…

Hallo Peter,
ich darf Dir auch noch www.new-ebooks.de empfehlen. Die Handhabung ist sehr einfach, Du hast als Eigenverlag/Autor die volle Kontrolle und erhältst Deine Auszahlung ab 10 Euro. Ich selbst nutze dieses Portal schon recht lange und bin sehr zufrieden.
Viele Grüße
Carola

Emily Bold hat gesagt…

Hallo Peter, ich empfehle bei Amazon die vorherige Konvertierung der .Doc-Datei mit Calibre oder dem Mobipocket-Creator ( Anleitungen gibts per Google genug ); nur so hast Du die volle Kontrolle über das Endergebnis des eBooks.

Liebe Grüße, Emily ;-)